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Leseprobe aus meinem Buch, für das ich leider noch keinen Verleger gefunden habe...
Lost Freedom
ein afrikanischer Alptraum
von Peter Lauer
nach einer wahren Begebenheit
Wollen sie einige grausame Bilder sehen, dann klicken sie bitte hier.
Als Mahnung an all jene, für die Gewalt und Willkür als Mittel zum Machterhalt dient und jene, die menschenverachtend und brutal den Tod und das Leid anderer in Kauf nehmen.
dieses Buch ist meiner Frau Martina gewidmet, die sich in diesen schweren Tagen aufopferungsvoll und um den Preis Ihrer Gesundheit um mich gekümmert hat.
Einen besonderen Dank geht auch an meine Töchter Nadja, Rebecca und Jennifer, sowie meinem Rechtsanwalt und Freund Peter Dunseith, die mir Aushaltewillen gegeben haben und ohne die ich nicht mehr am Leben wäre.
Es ist abend und ich freue mich auf einen geruhsamen Feierabend. Morgen ist Nationalfeiertag, Incwala Day* in Swaziland, einem kleinen Königreich, umschlossen von Südafrika und Mozambique. Ein König, der noch absolut regiert und nicht gerade zimperlich ist, in seinem Methoden.
An diesem Tag ruht das gesamte Geschäftsleben, da alle Swazis Ihrem König huldigen gehen. Ob sie wollen oder nicht, spielt dabei keine Rolle, wer nicht hingeht, muß die Folgen tragen. Auch ich werde dem König meine Aufwartung machen, wie es sich für einen Umbutfo**, einem Krieger des königlichen Regiments Balondoloza***, gehört.
Diese Würde wurde mir vom König verliehen, da kann man nicht kneifen. Celemasiko****, kann ja schließlich keine Sanktionen riskieren, die letztendlich meinem Geschäft schaden könnten.
Mein Geschäft floriert gut und ich bin zufrieden. Die Aufträge kommen und ich überlege schon, ob ich nicht weiteres Personal einstellen soll. Aber erst einmal gemach. Jetzt ist Feierabend, den ich mir redlich verdient habe.
Ich lege die Akte von Norman Buckham aus der Hand. Eine Akte die mir in den letzten Wochen sehr viel Kopfzerbrechen bereitet hat, die aber nun abgeschlossen ist und ein schönes Stück Geld einbringt. Ein Sachverständigengutachten für eine Tankstelle, die schlampig, im Schnellverfahren errichtet, dem jetzigen Pächter nur Ärger bereitet hat.
Draußen ist es schon Nacht, es geht sehr schnell in diesem Teil der Erde, es gibt praktisch keine Dämmerung.
Dann studiere ich noch den Spielauftrag von FIFA, den ich als FIFA-Schiedsrichter gerade erst gefaxt bekam. Botswana gegen Angola, na ja ist ja nicht so weit diesmal. Hui, da ist ja noch einer, sehe ich gerade. Au weia, nach Guinea, zur Afrika Cup Endrunde U17, „daß muß ich meiner Frau noch schonend beibringen“ sage ich zu mir selbst.
„Hallo Schatz, bist du nun fertig?“ „Wir brauchen noch was von der Tankstelle“ tönt die Stimme meiner Frau Martina aus der Sprechanlage. „Ich komme gleich rüber“ antworte ich ihr, „ich bin fertig hier“. Ich stemme mich aus dem Stuhl, etwas steif vom langen Sitzen und verlasse das Büro. Alles abschließen und verriegeln ist eine Selbstverständlichkeit .
* Swaziland Nationalfeiertag „die Tötung des schwarzen Bullen ** Bezeichnung für einen Krieger *** Regimentsname, übersetzt „die Ehrwürdigen“ **** mein Kriegername, „Mann, der die Kultur liebt“
Die Wohnungseinbrüche haben doch sehr überhand genommen. Auch mein Haus wurde schon einmal heimgesucht und die Verwüstung war kostspieliger als die gestohlenen Gegenstände.
Sky und Gulliver, unsere beiden Hunde laufen mir entgegen und betteln um eine Streicheleinheit. „Aber nicht übertreiben, Ihr beiden“ sage ich lachend und verschwinde schnell im Haus, bevor sie mich wieder anspringen können.
„Ach heute schon so früh“ sagt Martina spottend, „ist irgendwas besonderes?“ „Oder kommt was im Fernseher, was du unbedingt sehen willst“. Sie spielt damit auf das Fußballspiel an, daß um 20.15 Uhr kommt. Sie schaut mich an, auf der Couch liegend, ihr Rollstuhl vor Ihr, und ich kann wieder einmal an Ihrem Gesichtsausdruck sehen, wie groß ihre Schmerzen sind.
Ich überspiele, lache und versuche mich rauszureden. „Kommt heute überhaupt Fußball?“ frage ich grinsend. Ich weiß doch, wie sehr sie Fußball verabscheut.
Als ein Kissen nach mir fliegt, verlasse ich unter Gelächter fluchtartig den Raum.
„Ich nehm deinen Wagen, um zur Gerage zu fahren, Schatz“ , „worauf hättest du denn Lust“. „Was brauchen wir denn noch“ frage ich sie. Sie hat Lust auf ein Magnum. Jennifer, meine jüngste Tochter kommt aus ihrem Zimmer gestürzt. „Papa, ich möchte ein Wassereis“. Als ob sie es gerochen hätte.
Ich rufe vom Gang in die Wohnung: „Sonst noch jemand ohne Fahrschein?“ Meine Schwiegermutter, die gerade auf Besuch ist, lugt auch um die Ecke, „kann ich auch ein Magnum haben?“ Ich sage grinsend: „nein“ „Schwiegermütter kriegen kein Eis“. Sie lacht. "Na klar kriegst du eins", sage ich feixend. Ich nehme den Autoschlüssel vom Schlüsselbrett und gehe hinaus.
Aha, Martina's Auto hat mal wieder Startschwierigkeiten, ich muß unbedingt am Mittwoch in die Werkstatt, so geht das nicht weiter. Ich öffne das Tor mit der Fernbedienung und fahre aus der Ausfahrt raus. Es ist ja nicht weit, ich hätte eigentlich auch laufen können, aber heute bin ich zu faul.
Ich komme an die Einfahrt zur Tankstelle, es ist voll. Ich stelle meinen Wagen so ab, daß ich nicht im Weg stehe, ich will ja nicht tanken, sondern nur in den Shop. "Hallo Peter" , ich drehe mich herum und erblicke Selby Dlamini, einen Angestellten vom Fußballverband "Oh, hallo Selby, was machst du denn hier?"
"Ach weißt du, ich stehe schon eine Stunde hier rum, und warte auf jemand" sagt er. "Kannst du mich nicht nach Hause fahren, ich wohn nicht weit weg von hier". Ich weiß wo er wohnt, es ist wirklich nicht weit, ca. 7 km in Ngoyoyo. "Also gut steig ein" sage ich, ich werde dann später noch mal wiederkommen, damit das Eis nicht schmilzt, wenn ich es jetzt schon kaufe. Er öffnet die Tür und setzt sich rein. Ich schiebe den Wählhebel auf D und will Gas geben.
Plötzlich sehe ich einige Männer, die auf meinen Wagen zu stürzen. Einer kommt an die Fahrerseite, reißt die Tür auf und schreit: "Raus aus dem Auto, abstellen!". Ich bin total verblüfft und steige aus. "Was ist denn los?" frage ich. Dann kommt mir in den Sinn, verflucht, das könnte auch ein Kidnapping sein, wie kann ich nur so unvorsichtig sein.
Aber hier an einer belebten Tankstelle? "Was wollen sie". Einer antwortet: "Das wirst du schon sehen, auf den Boden, aber schnell und Gesicht nach unten". Ich sehe, daß sie mittlerweile auch Selby aus dem Auto gezogen haben.
Ich war wohl nicht schnell genug und bekomme einen Schlag in die Rippen. Mir bleibt die Luft weg. "Bist du noch nicht unten"? "Warte, ich werd dir helfen" und im gleichen Moment erhalte ich einen Tritt in Hoden. Ich schreie auf, und sinke in mich zusammen. Der Mann ergreift meinen Kopf und drückt ihn auf das Pflaster. "Rühr dich bloß nicht mehr, sonst gibts noch mehr" sagt er. Stöhnend bleibe ich liegen, Schmerzen rasen durch meinen Unterleib, ich kann kaum noch atmen.
"Das gehört doch dir?", sagte eine Stimme und jemand hält mir ein Plastiktüte unter die Nase. Ich erkenne die Platiktüte wieder, die Selby in der Hand hatte, als er zu mir ins Auto stieg. "Nein, die gehört Selby", sage ich gepresst. Langsam dämmert es mir, das ist ja Polizei. Was die bloß wollen? "Guck mal da rein" sagte die Stimme wieder, ich traue mich aber nicht den Kopf zu heben. "Schau mal da rein", ich kriege wieder einen Tritt. Ich hebe den Kopf und sehe in die Tüte. "Mein Gott, die ist ja voller Geld", denke ich. "Was ist das für Geld?" fragt die Stimme. "keine Ahnung, die gehört doch Selby", sage ich nochmals.
"Herrgott, hat der Kerl vielleicht jemand beraubt" denke ich. Was hab ich aber damit zu tun? Die kennen mich doch alle, was wollen die bloß von mir. Jemand dreht meine Handgelenke aud den Rücken und dann werden Handschellen angelegt. "Aua" brülle ich, "das ist zu fest". Die Dinger schnüren mir das Blut ab. "Das macht nix, du mußt spüren, daß du verhaftet bist", bekomme ich eine sarkastische Antwort. In wenigen Augenblicken sind meine Finger taub. Dann werde ich hochgerissen und auf die Rückbank meines eigenen Autos gestoßen.
Auch Selby kommt rein, auch die Hände auf den Rücken gefesselt. "Selby, was ist denn los", frage ich ihn verzweifelt. "Er schüttelt den Kopf. "Psst, ich sags dir nachher" flüstert er. Dann wird mein Wagen angelassen, der Fahrer flucht, weil der Wagen so schlecht anspringt. Dann kommt der Motor endlich, ein zweiter Polizist steigt ein und wir fahren los.
"Was ist denn los, Selby", sag mir endlich was los ist". Er sagt: "Ich hatte da was in meiner Tüte". "Was denn, verflucht noch mal?" frage ich ihn böse. "Ein Nigerianer hat mir das gegeben, er sagte, ich könne mir ein bißchen Geld verdienen, wenn ich das an den Mann bringe", sagt Selby. "Es ist Falschgeld!" "Waaas?, bist du bekloppt, wie kannst du mich da mit reinziehen?"frage ich ihn. "Mach dir keine Sorgen, ich habe denen schon gesagt, daß du nichts damit zu tun hast", sagt er. Dann bin ich still, mein Unterleib und meine Rippen schmerzen, ich fühle wie meine Hoden angeschwollen sind, durch den Tritt.
Wir erreichen die Mbabane Police Station und die Tür meines Wagens geht auf. "Raus mit euch". Wir werden aus dem Wagen gezerrt und gehen durch die Tür. "Hier herein, meine Herren" sagt ein Polizist grinsend. Ich erkenne nun meinen Peiniger von der Tankstelle. Es ist Sergeant David Magagula. "Celemasiko, was machts du für Sachen", sagt er hämisch.
"Wir werden dir schon auf die Sprünge helfen". Ein anderer Beamter kommt herein mit Selby's Tüte in der Hand. Er schüttet den Inhalt auf den Tisch vor uns. Bündelweise Geld, 100 Emalangeni Noten, kommen zum Vorschein. Zu dritt fangen die Beamten an zu zählen. "Guckt ruhig zu, Ihr beiden" sagt Magagula, "nicht das ihr später sagen könnt, da stimmt was nicht". Ich hebe den Kopf und sage: "Mr. Magagula, ich hab nichts damit zu tun", "Selby sag es denen".
Selby dreht sich zu Magagula und sagt auf Siswati, der Landessprache, "Mr. Lauer hat damit nichts zu tun, ich habe ihn nur gefragt ob er mich nach Hause fahren könnte". "Klar", sagt Magagula, "wieviel hat er dir denn geboten, daß du das sagst". Langsam dämmert es mir, daß sich die Sache doch unangehmer präsentiert, als ich ursprünglich gedacht hatte. Die brauchen einen Sündenbock, da komme ich gerade richtig.
Mittlerweile sind die anderen Polizisten mit dem Geldzählen fertig. "99.800 Emalangeni", sagt der eine Beamte. "Stimmt das?". "Das weiß ich doch nicht", antworte ich, "das gehört mir nicht".
Magagula taucht neben mir auf, "wir werden deinem Gedächtnis schon auf die Sprünge helfen". Er hat sich verrannt in den Gedanken, ich könne was damit zu tun haben, das bringt ihm eine satte Belobigung, wenn nicht sogar eine Beförderung, wenn er so einen bekannten Mann wie mich überführen könnte. Ich sehe, wie es hinter seine Stirn arbeitet.
"Du könntest dir eine Menge Schmerzen ersparen, wir haben da so unsere Methoden", sagt er. "Aber ich weiß doch wirklich nichts davon", sage ich verzweifelt. "Ich möchte jetzt sofort einen Anwalt sprechen". "Erstmal sprichst du mit uns", sagt Magagula grinsend. Er zerrt mich hoch, ein anderer nimmt Selby am Arm und dann laufen wir den Gang entlang, "hier herein, das sind unsere Sprechzimmer", sagt er lachend, "da werdet ihr sprechen lernen". Selby kommt in das Zimmer neben an.
Als sich Magagula hinter mich begibt und meine Handschellen aufschließt, werde ich etwas ruhiger. Man hat ja schon viel gehört, über die Brutalität der Swazi Polizei, aber wenn ich ehrlich bin, geglaubt habe ich nicht sehr viel davon. Ich bin doch noch zu sehr Europäer, als daß mein Gerechtigkeitverständnis sowas akzeptieren würde. Es schmerzt fürchterlich als das Blut in meinen Händen wieder zu zirkulieren anfängt. Es kribbelt in meinen Fingern und ich reibe mir die Handgelenke.
Magagula gibt mir einen Stuhl, zieht sich selbst auch einen heran und setzt sich rittlings darauf. "Setz dich" sagt er, "nun wollen wir uns mal in aller Ruhe unterhalten". "Woher hast du das Geld, hast du es selber gemacht?"
Ich sage zu ihm, "Magagula, wie oft soll ich Ihnen noch sagen, ich habe damit nichts zu tun". "Selby hatte die Tüte schon in der Hand, als er zu mir ins Auto stieg". "Erzähl doch keinen Scheiss", sagt Magagula gemütlich, die sanfte Stimme paßt gar nicht zu seinen Augen. "Du hast Selby doch das Geld gegeben, daß er es für dich verkaufen soll".
Er dreht sich herum und sagt zu seinem Kollegen, "gib mir mal einen Schein rüber". Der andere kommt, in der Hand einen der Geldscheine. "Du hast doch einen Drucker, damit kann man doch sowas drucken!". "Klar hab ich einen Drucker, aber doch nicht für sowas", sage ich. Er zeigt mir den Schein und dann betrachte ich mir das Ding genau. Es ist ein 100 Emalangeni Schein, man sieht aber ganz deutlich, daß er gefälscht ist. Die Schnittstellen zeigen noch einen weißen Rand, er wurde nicht akkurat geschnitten. "Glauben sie wirklich, daß ich so einen Schrott machen würde?", frage ich Magagula.
"Die sind ja so schlecht, die würde jeder sofort erkennen". Magagula lacht: "Jeder fängt mal klein an, die nächsten wären bestimmt besser gewesen".
"Aber ich nicht, ich hab sowas nicht nötig", sage ich ihm. Magagula steht auf. Ich habe dich gewarnt, "wir haben auch andere Methoden. Er verschwindet durch die Tür. Der andere Beamte, setzt sich neben mich und beobachtet mich.
Ich schaue auf den Boden und die Gedanken rasen mir durch den Kopf. "Wie kommst du da einigermaßen ungeschoren wieder raus", denke ich naiv, "ich brauche dringend einen Rechtsanwalt."
Die Tür geht auf, Magagula kommt wieder rein und hat einen Stock in der Hand. "So, jetzt reden wir mal anders" sagt er. "Hast du mir immer noch nichts zu sagen?" "Nein, verflucht nochmal" schreie ich, "ich weiss doch von nix“ Dann schlägt er zu, immer und immer wieder auf die Schienbeine......
Magagula stoppt und fragt keuchend: "Na immer noch so stur?" Ich presse meine Lippen zusammen, um nicht zu stöhnen. "Laßt mich doch in Ruhe und wenn ihr mich tot schlagt, kann ich euch nichts anderes sagen". Magagula verschwindet wieder. Ich bin so froh, daß er verschwindet. Gleichzeitig hab ich Angst, was ihm noch alles einfällt.
Bilder rasen durch meinen Kopf, Vorstellungen von Foltern, die ich schon in Romanen gelesen habe. Ich bekomme panische Angst. "Was wird sein, wenn die mich hier umbringen?" denke ich. Denen kann doch keiner was beweisen. Auf einmal bekam ich Todesangst, was vorher ein unwirkliches Spiel zu sein schien, wurde auf einmal bitterer Ernst.
Meine Schienbeine sind wie taub. Alles tut weh, ich kann nur noch an eins denken, ich will hier raus.
"Setz dich wieder hin", sagt der andere Beamte und ich glaube eine Spur Mitleid herauszuhören. Vielleicht täusche ich mich auch. "Darf ich eine rauchen?", frage ich ihn, "hast du vielleicht eine Zigarette für mich?. Er zuckt bedauernd mit den Schultern. "Ich rauche nicht", sagt er. "Vielleicht besorg ich dir später ne Zigarette", "kommt ganz auf dich an".
Das leise Fünkchen Hoffnung, das ich hatte, erlosch wieder. Der ist auch nicht anders als Magagula.
Dann sitzen wir uns eine ganze Weile schweigend gegenüber. Er vermeidet aber mich anzusehen, ich glaube, dem ist nicht wohl in seiner Haut.
Ich verbeiße mir den Schmerz, soweit es geht, kann aber nicht verhindern, daß mir von Zeit zu Zeit ein Stöhnen über die Lippen kommt.
Magaula kommt wieder. "So", sagt er, "Selby hätten wir auch so weit". Ich wage mir garnicht vorzustellen, was die mit dem gemacht haben. "Selby hat gestanden, nun fehlst nur noch du". "Aber ich habe nicht zu gestehen", sage ich, mit einem Anflug von Panik in der Stimme. Magagula schien diese Panik sofort herauszuhören, er kam nahe an mein Gesicht, sein Atem roch nach Bier: " Mach jetzt endlich das Maul auf, dann laß ich dich in Ruhe".
"Wenn nicht, wirst du sehen, was wir noch alles auf Lager haben!". "Auch einen Umlungu* kriegen wir klein". Völlig überflüssigerweise denke ich in diesem Moment an meine Frau. " Die wird sich Sorgen machen, wo ich bleibe". Ich habe jetzt schon jedes Zeitgefühl verloren. Magagula hatte einen Gummiknüppel in der Hand. Er kommt auf mich zu.
"Lauer, jetzt machen wir Ernst. Du kannst nicht länger ruhig sein". Urplötzlich drehte er sich um und schlug zu. Ich wurde völlig unvorbereitet in die Hoden getroffen. Ich fiel vom Stuhl und schrie auf. Ich wollte mich erbrechen, aber es kam nur ein Würgen. In diesem Moment ging die Tür auf, und ein Senior Superintendant streckte seinen Kopf herein. "Wie weit sind sie, Sergeant?" fragte er. "Ich glaube, wir haben ihn bald soweit", sagte Magagula grinsend. " Der geht schon auf dem Zahnfleisch". Ich quäle mich wieder auf den Stuhl. "Machen sie fertig, wir haben noch eine Hausdurchsuchung zu machen". Magagula sah mich an und sagte:" Na gut, wir können auch nachher weiter machen". Er legte mir Handschellen an, natürlich wieder so fest wie vorher und zog mich vom Stuhl hoch.
* weisser Mann
To be continued.....mehr davon gibt es nach der Veröffentlichung meines Buches......!
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